Donnerstag, 25. Februar 2010

Was Networker von Margot Käßmann lernen können

Die evangelische Landesbischöfin Margot Käßmann ist ein Beispiel für Intergrität:

Margot Käßmann ist von ihren Ämtern als Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und als Hannoversche Landesbischöfin zurücktreten. "Mein Herz sagt mir ganz klar: Ich kann nicht mit der notwendigen Autorität im Amt bleiben", sagte Käßmann am Mittwoch vor Journalisten in Hannover.
 
Ihr gehe es neben dem Amt aber auch um "Respekt und Achtung vor mir selbst und meine Gradlinigkeit, die mir viel bedeutet"


Nach Ihrer Trunkenheitsfahrt sprachen ihre Kollegen ihr das Vertrauen aus, trotzdem gestern dieser Schritt.


Was dies wohl mit Network Marketing zu tun hat?

Eine sehr gute Frage, die ich gerne beantworte:

In der heutigen Zeit in der im Network einiges in Bewegung gerät und es jedes Jahr neue spektakuläre Prozesse und Enthüllungen gibt stände so manch einem Geschäftsführer der Mut und die Geradlinigkeit einer Margot Käßmann gut zu Gesicht.

Sie hat es als Frau in einer auch bei der evangelischen Kirche, Männerdomäne bis an die Spitze gebracht. Dafür musste sie doppelt so gut und so zäh sein wie ihre männlichen Kollegen. Es ist also sicher nicht leicht, diese Karriere wegen eines Ausrutschers einfach hinter sich zu lassen und wieder einfache Pastorin zu werden.

Im Network wird dagegen von Geschäftsführern verbissen auch um jeden noch so kleinen Krümmel an Macht und Ansehen festgehalten. Selbst wenn das Kind schon sprichwörtlich in den Brunnen gefallen ist, wird noch an der Überzeugung dass man selbst keinen Fehler begangen hat festgehalten. Moral und Integrität bleiben dabei auf der Strecke. Ja es werden gar bis dahin unbescholtene Partner als Sprachrohr  eingespannt um die zerfledderte Fahne hoch zu halten. Ohne Rücksicht darauf das der „gute“ Name gerade im Newtwork von unschätzbarem Wert ist. Denn das eigene Fell hält man ja nicht hin.



Andere schmettern einem ein fröhliches „Wir schaffen das“ entgegen und sind selbst bereits in Verhandlungen mit der Konkurrenz. Hauptsache die eigenen Schäfchen ins trockene bringen.
Es finden sich schon wieder Dumme die einem ins nächste Network folgen werden. Moral und Ethik, wer braucht das schon so lange die Kasse stimmt? Und das Gedächtnis von Networkern ist nicht das allerbeste.

Ich wurde die Tage gefragt was das besondere an meinem Unternehmen ist. Da ich aber derzeit keinem aktiven Network angehöre (noch nicht) konnte ich nur sagen was für mich wichtig ist:
Ehrlichkeit, Kompetenz und Integrität, ausserdem eine lückenlose Kommunikation zwischen GL und Partnern.

Sicher muss man in der Realität Abstriche machen,  aber das Grundgerüst muss stimmen. Und wer sich Ethik auf die Fahne schreibt, sollte dies auch im eigenen Geschäftsalltag leben.

LG
Silke

Dienstag, 23. Februar 2010

Der oberste Gedanke im Network Marketing...

.... lautet: Denke nicht für andere! Das habe ich wohl übersehen ;)

Ich möchte mich bei meinen FE.N Kollegen herzlich bedanken, dass ich falsch gelegen bin! Ihr seid die Besten.

Entgegen meiner Befürchtung wurde ich eben nicht ausgegrenzt und zerissen, sondern man hat mir von Herzen alles Gute gewünscht und es beschämt mich ein wenig, dass ich so wenig Vertrauen in meine Kollegen hatte.

Mit einigen wird mich sicher weiter eine nette Freundschaft verbinden und ich bin froh drum. Denn auch wenn ein Networker viele Kontakte hat, so sind es doch die Freundschaften die man schließt, die das wertvollste sind was man hat.



LG
Silke

Sonntag, 21. Februar 2010

Zum Abschied leise Servus.....

Network Marketing ist ein sehr emotionales Geschäft. Aus diesem Grund vergleichen es auch viele mit einer Sekte. Denn der "normale" Arbeitnehmer oder Geschäftsmann kann nicht verstehen wie man sich einem Geschäft so verschreiben kann.

Wenn jemand ein Auto baut ist dies ein Job für ihn der dafür sorgt dass er die Miete und das Essen zahlen kann. Nicht mehr und nicht weniger. Leidenschaft oder Loyalität für seine Arbeit findet man eher selten.
Deshalb haben viele Menschen auch Angst in ein Network einzusteigen, diese Begeisterung wenn jemand die nächste Stufe des Marketingplans erreicht oder die Loyalität die man für das Unternehmen hat, so dass man als unsponserbar gilt, dass ist vielen nicht geheuer.

Andere wiederum lieben genau dies am Network Marketing. Und manche Firmen gehen sogar hier noch einen Schritt weiter und werden eine 2. Familie. Ein richtiges Kuschelnetwork bei dem sich alle lieb haben.

Wenn nun jemand ausreist und diese "Familie" verlässt, so wird er ganz schnell zum Aussenseiter. Egal wie viele Freunde er in dem Unternehmen hatte, wenn er aussteigt reden die meisten nicht mehr mit ihm. Oder er wird gar als "Nestbeschmutzer" bezeichnet. Dieses Verhalten gibt es in fast allen Networks, aber um so stärker in den "Family-Networks".

Mein Männe findet dass ich ein Mensch bin der nie etwas tut ohne sich vorher genau das Für und wieder zu überlegen. Er hat recht, meist mache ich eine Liste mit Pro und Contra. ;) Und auch dann kann es sein, dass ich eine Kündigung schreibe und es erst Mal wie Abraham Lincoln halte, ich schicke sie nicht sofort ab.

Heute jedoch habe ich es getan und eine endgültige Entscheidung getroffen. Ich werde am Montag meine Kündigung an FE.N abschicken. Es fiel mir nicht leicht, denn jetzt werde ich diejenige sein die ausgegrenzt wird, viele der Menschen die ich lieb gewonnen habe werden meine Entscheidung nicht nachvollziehen können. Aber der Männe würde sagen: das ist schon lange gereift in ihr und wirklich überraschen tut es keinen.

Sicher habe ich meine Provisionen bekommen, aber trotzdem, ich habe die Leidenschaft für FE.N verloren. Am Sonntag sah ich mir Bilder der Convention vom Januar an und empfand: Nichts! Kein brennendes Verlangen dabei zu sein, kein will ich auch, will ich haben, einfach: Nichts!

Und wenn man an diesem Punkt angekommen ist, die Ereignisse der letzten Wochen und Monate und auch noch die Neustrukturierung des Marketingplans mit in Betracht zieht und dann nicht mehr hinter der Firma stehen kann, dann ist es Zeit zum Abschied leise "Servus" zu sagen. Dann ist es Zeit zu gehen.

Meine Hoffnung ist dass die Freundschaften die ich in der FE.N Family geschlossen habe nicht gänzlich verloren gehen. Denn ich habe noch nie so viele wertvolle Menschen getroffen wie in meiner Zeit bei FE.N. Auch hege ich die leise Hoffnung dass FE.N gestärkt aus der derzeitigen Krise hervorgeht.
Ich selbst sehe voll Zuversicht in die Zukunft, denn trotz allem hat Jeans Network eine große Zukunft!

LG
Silke

Freitag, 5. Februar 2010

Die Metapher von der Stewardess

Seit einigen Wochen werde ich ständig gefragt: Silke was ist los mit Dir? Wo ist Dein Enthusiasmus und Dein einstehen für FE.N hin? Wo ist die Löwin geblieben die ihre FE.Nchen bewacht?

Dazu muss ich ausholen, zu dem Zeitpunkt als ich ein MLM Forum für mich entdeckt habe. Ich war nicht mehr wirklich zufrieden mit dem was ich machte. Und ich dachte mir: He, da kannst Du Dich umschauen. Da findest Du was Du suchst. Einen Sponsor der den Namen auch verdient. Ich wollte nicht nur den Bratenduft, sondern das ganze Filet Mingion.

Und nach einer Weile tauchte dort ein symphatischer Mann auf, der allen Ernstes Berater für ein Jeans Network suchte. Ich meine mal ehrlich vor 3 Jahren, wer hätte schon daran geglaubt dass man Jeans im Network verkaufen kann. Und dann der Marketingplan. Da waren der Männe und ich uns einig: der ist nicht bezahlbar, also neue Firma, komische Produkt, komischer Marketingplan, nein lieber doch nicht.

Aber beobachtet habe ich es dann doch. Es lies mich nicht los, vor allem da Patrick Temmerman immer mehr gestandene Networker für dieses Geschäft begeisterte. Es schien tatsächlich zu laufen und wie es bei Frauen halt so ist, die Neugier siegte über die Vernunft und ich wurde Jeansberaterin.

Das unmögliche geschah, mein Männe und meine Familie fand das ganze toll. Die liebten es dass ich in Jeans machte und waren genauso begeistert wie ich. Bis meine Begeisterung den ersten Dämpfer bekam: Der erste Berater den ich online eingeschrieben hatte wurde einfach dem Depot in dem er sein Starterpaket holen sollte untergeschrieben. Und die Firma fand das so richtig. Das war es dann für 1 Jahr mit Partner werben.

Aber der Männe begann auf ein Mal die Hosen zu verkaufen. Er, der nie was mit Party und dergleichen zu tun haben wollte ging her und schleppte Taschen in Bistros, jeder der bei 3 nicht aufm Baum war bekam die Taschen unter die Nase gehalten.

Also startete ich auch wieder ein paar zaghafte Versuche eine Struktur aufzubauen und da ging es dann so richtig los. Eine Tupperberaterin die ihr Starterpaket selbst geholt hatte wurde monatelang nicht freigeschaltet und gab frustriert und wüttend auf. Aber die Firma meinte das liege am Depot, der Software etc. Und ich glaubte, ich wollte glauben.

Immer mehr Partner hörten auf und erzählten wahre Horrorgeschichten. Die Firma dementierte und ich glaubte weiter. Ja ich entwickelte mich in den Foren http://www.mlm-infos.com und im FE.N Forum zu dem was man Aufräumtruppe nannte oder eben netter die Löwin die ihre FE.Nchen verteidigt. Der Höhepunkt war für mich dei FE.N Convention im Herbst 2009. Zusammen mit meinem jüngsten Sohn und meiner Enkelin war ich Model der Modenschau vor fast 3000 Vertriebspartnern.
 
Der Schwung den ich nach dieser Convention hatte, niemand konnte es übersehen dass ich brannte. Dass danach Östereich einbrach und ein anderes Network gründete, alles böse Menschen die der Firma schaden wollen. Ich glaubte es.
Dass mein Lieblingsdepot und DLC kündigte, alles erfolglose Looser, ich glaubte es und bekam die ersten Zweifel.

Trotzdem machte ich bei Marions Workshop mit und blieb auf Linie. Es war einfach Schwung drin und wenn der eine oder andere ging, was solls. Denn ich sah nur auf die Stewardess. In meinem Fall Patrick. Er war da, schrieb Newsletter, erfand neue Marketingwerkezuge und machte Workshops und Seminare.
Ihr kennt sicher alle die Metapher von der Stewardess? Wenn man fliegt und in Turbulenzen kommt ist alles gut, solange die Stewardess weiter lächelnd durch die Gänge läuft und Getränke serviert. Aber wenn die Stewardess sich hinsetzt und anschnallt  oder gar einen Falschirm rausholt ist es Zeit sich Sorgen zu machen. 
Diese Zeit kam nur kurze Zeit nach der Convention. Patrick machte keine Workshops mehr, es gab keine Newsletter und er war einfach irgendwie nicht mehr präsent. Abgetaucht.

Zu dieser zeit fingen die Ersten an sich zu sorgen. Denn als nun mein Lieblingsdepot/DLC Präsident in einem neuen Network startete kam die Aufräumtruppe nicht mehr hervor. Ich wünschte ihm von Herzen Glück. 
Zu dieser Zeit wurde auch der Männe unzufrieden, weil er keine vernünftigen Hosen mehr bekam.
Manch ein verwunderter Jeansler bekam von mir einen Anruf oder email in dem ich mich nach Marketing Plan und Produkten erkundigte. 

Als Patrick sich auch um Weihnachten und Neujahr nicht rührte und abgetaucht blieb, da war mir klar, dass etwas nicht stimmte und ich schottete mich ab. Ich sprach nur noch mit ein paar wenigen FE.Nlern und fast hätten sie mich wieder rum bekommen.

Aber ich fragte Patrick ganz einfach was los war. Denn es gab das Gerücht dass er bereits gekündigt hatte. Vieles ist seit ein paar Tagen zu diesem Thema hier zu finden: FE.N die Schlammschlacht beginnt 

Dies veranlasst mich nun zu folgender Einstellung:
Eine Firma, die in dieser Art mit einem Mann umspringt und versucht seine Reputation zu zerstören, der so viel für die Firma gemacht hat, ohne den diese Firma niemals Aufsteiger 2007 und Firma des Jahres 2008 geworden wäre, diese Firma kann und will ich nicht mehr verteidigen. 

Patrick Temmerman ist einer der sympathischten Menschen die ich kenne. Und er hat FE.N gelebt und aus jeder Pore geatmet. Wenn er ein Problem mit der Firma hat, dann muss etwas gravierendes vorgefallen sein, sonst würde er nicht so handeln. Und dass er so handelt zeigt mir dass ich tatsächlich ein Filet Minion gefunden habe. Denn er lässt seine Berater und seine Downline nicht hängen.

Für die gesamte Branche und vor allem für FE.N wäre es besser gewesen man hätte sich irgendwie geeinigt. Aber durch die Öffentlichmachung des Newsletters, der wohl auch als Pressemitteilung an die Branchenmagazine ging hat FE.N sich keinen Gefallen getan. Die Tendenz in den Foren und auch in persönlichen Gesprächen die ich geführt habe ist die Sympathie der meisten Networker bei Patrick Temmerman.

Ich wünsche ihm viel Kraft und Mut dies alles durchzustehen und bin mir sicher dass er da absolut gestärkt herausgeht.

LG
Silke